Sichere Passwörter verwenden und merken

Aus gegebenem Anlass (www.sicherheitstest.bsi.de) möchten wir nachfolgend Tipps zur Erstellung von sicheren passwörtern inkl. Merkhilfe geben:

Kennzeichen eines sicheren Passworts

Was ist ein sicheres Passwort? (Quelle: www.bsi.bund.de)

Die Buchstabenkombination sollte
•    aus mindestens acht Zeichen bestehen,
•    Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen enthalten,
•    und idealerweise alle drei Monate geändert werden.
•    Jeder Zugang sollte ein eigenes Passwort erhalten.

Dringend abzuraten ist von:
•    normalen Wörtern, Namen, Geburtstagen, Zitaten etc. beziehungsweise
•    Zeichenmustern (12345, asdf, abcdef,…).
•    Umlaute könnten im Ausland Probleme bereiten.

Passwörter sollte man
•    nicht (sichtbar) auf einen Zettel schreiben,
•    nicht per unverschlüsselter Mails etc. verschicken,
•    nicht unverschlüsselt in Cloud-Dokumenten ablegen,
•    nur auf den entsprechenden Webseiten eingeben – besonders Nachbauten von Original-Webseiten sind gefährlich. Misstraue Mails, die behaupten, du musst über einen mitgeschickten Link deine Zugangsdaten verifizieren (Phishing).

Ein sicheres Passwort wäre zum Beispiel  4§1G8ecp5/l   oder   OmjO76_Xm.

Merkhilfe für sichere Passwörter

So bastelt und merkt man sich ein sicheres Passwort:

1. Die Basis
Am besten verwendet man die Zeichenkette eines sicheren Passwortes, das man bereits in- und auswendig weißt. Alternativ bastelt man sich eine neue Zeichenkette. Verwenden kann man hierfür zum Beispiel die Anfangsbuchstaben eines Spruchs (inkl. Satzzeichen): „Das Wetter ist schön!“ wird zu DWis!

2. Das individuelle Konto
Man sollte für jedes System ein eigenes Passwort verwenden. Wird ein Konto geknackt, bekommen Kriminelle dadurch nicht den Zugang zu anderen Systemen.
Damit man sich die Passwörter merken kann, setzt man an der Passwort-Basis die Anfangsbuchstaben des Zugangs. Für Amazon zum Beispiel „am“ oder für das Google-Konto „go“.
Das Passwort für Amazon heißt jetzt also amDWis!

3. Die Variable
Um auch bei regelmäßigen Passwortänderungen die Buchstabenkombination nachvollziehen zu können, setzt man jetzt noch eine Zahl ein. Beginnen kann man zum Beispiel mit der Nummer 11.
Die Zahl baut man nun noch möglichst geschickt in das Passwort ein. z.B. am11DWis!
Alle 12 Monate (besser: alle drei Monate) ändert man das Passwort und erhöht die Zahl im Passwort um 1. z.B. am12DWis!

Das Passwort ist jetzt relativ sicher, und merken kann man es sich auch noch.

Fabian Erbersdobler

Über Fabian Erbersdobler

Fabian Erbersdobler ist Geschäftsführer und Steuerberater bei CENTURA. Als Diplom Betriebswirt (FH) engagiert er sich in folgenden Tätigkeitsgebieten: Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Internationales Steuerrecht, Sanierung und Insolvenzberatung, EDV-Beratung und Nettolohnoptimierung.